Horoskopbeschreibung
Wer kennt es nicht? „Zwei Seelen pochen,
ach so in meiner Brust!“ – Genauso könnte ich
Evelyne Binsack's Wesen beschreiben. Wenn ich das Horoskop von
Evelyne Binsack sehe, wird mir klar, dass zwei unterschiedliche
Charakteren in ihr vorherrschen. Das eine Naturell entspricht
einem sehr liebevollen, warmherzigen, mütterlichen Gemüt,
welches sich nach Sicherheit, Beständigkeit und Zugehörigkeit
sehnt. Das andere ist das unbändige, freiheitsliebende Wesen,
das sich von nichts und niemandem einengen lässt. Sie möchte
sich in kein Rollencliché zwängen lassen, sondern
will eine emanzipierte, eigenständige Persönlichkeit
sein.
Evelyne Binsack ist eine Frau mit grossem Freiheitsdrang und
einem starken Bedürfnis, etwas zu bewegen. Sie möchte
geistige und materielle Werte wandeln. Die Gleichberechtigung
der Geschlechter sowie die Werte der Frau können ihr ein
hohes Anliegen sein. Ich würde sie gar als "‚leise
Rebellin" bezeichnen!
Ihre Durchsetzung zeigt sie gerne auf eine wohlwollende, charmante
und diplomatische Art. Allerdings kann sie einen einmal begonnenen
Weg auch hartnäckig verteidigen – wenn’s sein
muss, still und leise und im Alleingang! Sie folgt ihrem Instinkt
und ihrer Intuition!
In ihr steckt ein ausgezeichnetes Organisationstalent. Genaustes,
detailliertes Planen liegt ihr ebenso wie schnelles Improvisieren
bei unvorhergesehenen Ereignissen. Sie ist geistig sehr wendig
und flexibel. Dazu gesellt sich eine ungewöhnliche Vorstellungskraft.
In Momenten, in denen sie sich alleine fühlt, kann sie aus
Bildern ihrer Seele schöpfen. Evelyne Binsack hat ein feines
Gespür für Dinge, die unsichtbar sind und versteht es
sogar, sich zukünftige Dinge imaginär vorzustellen.
Darüber hinaus hat sie eine sehr empfindsame, sensible Seite
und braucht stets Zeiten, in denen sie sich zurückziehen
und von den vielen Einflüssen abschirmen kann.
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Geboren in Luzern
am 17. Mai 1967, 16:00 Uhr
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Geborgenheit findet Evelyne Binsack unter Freunden
und Gleichgesinnten. Diese werden wohl schnell ihre fürsorgliche
und zuverlässige Seite zu sehen bekommen. Auch wer leidet
oder hilflos erscheint, wird ihre soziale, beschützende und
mütterliche Seite spüren. Sie hat ein gutes Gehör
für Menschen, die am Rande stehen oder sich als Aussenseiter
fühlen. Wo sie beistehen kann, hilft sie mit Rat und Tat.
Ihre verantwortungsbewusste Seite kann sie ebenso in der Natur,
an Pflanzen oder Tieren ausleben. Evelyne Binsack hat im Horoskop
einen grossen Anteil des Elements „Erde“ und zugleich
einen starken Anteil des Elements „Wasser“. Dies weist
auf eine starke Verbundenheit zur „Mutter Erde“ hin.
Mit den unverfälschten Prozessen der Natur im Einklang zu
leben und sogar mit ihr eins zu werden, kann ihr enorme Kraft
geben.
In Evelyne Binsack steckt eine sehr forschende, tiefgründige
Seite. Allem möchte sie auf den Grund gehen. Nicht eher lässt
sie locker, bis auch das kleinste Detail erkundet und das letzte
Rätsel gelüftet ist. Sie besitzt geradezu eine wissenschaftliche
Neugierde. Diese wird vor allem dort geweckt, wo es um die elementaren
Substanzen des Lebens geht. Immaterielle Motive bewegen sie ebenso
wie materielle Werte. Aber auch das Geheimnis der Liebe möchte
sie ergründen. Nur einfach sehen genügt ihr nicht, sondern
sie will es wissen! Sie will die Dinge erspüren, anfassen
und mikroskopisch genau in ihren Einzelteilen durchleuchten. Dieser
leidenschaftliche Zug kann ein Antrieb sein, dass Evelyne Binsack
sich immer wieder Grenzerfahrungen sucht. Sie möchte das
menschliche Leben und die Natur in ihrer Ganzheit empfinden und
erfassen.
Je älter Evelyne Binsack wird, umso mehr Ruhe wird in ihr
einkehren. Wohl wird dann auch ihre vorhandene geniesserische
und gemütliche Seite vermehrt zum Zug kommen.
Myrtha Keusch
Dipl. Astrologin und Beraterin SFER
Evelyne Binsack machte sich mit dem Fahrrad auf,
um von der Schweiz aus in die Antarktis zu reisen. Ihre Expedition
dauerte 484 Tage. Sie begann am 1. September 2006 und endete am
28. Dezember 2007.
So sah ihre abenteuerliche Reise aus:
Europa
Schweiz — Frankreich — Andorra — Nordspanien
(Galicien bis Santiago de Compostela) — Portugal (Porto)
USA
Salt Lake City — Mo’ab Utah — Zion National
Park — Arizona (Grand Canyon) — Yuma (Kalifornien)
Mexico
Baja California— Mazatlán — Guadalajara —
Mexico City — Oaxaca — Chiapas
Zentralamerika
Guatemala — El Salvador — Honduras — Nicaragua
— Costa Rica — Panama
Südamerika:
Ecuador: Quito
Peru: Lima — Abstecher nach Huaraz — Lima
— Nazca — Abstecher nach Arequipa
Chile: Arica bis Los Andes (Santiago)
Argentinien: Mendoza — Neuquén — Patagonien
Chile: Parque Nacional Torres del Paine — Punta Arenas
Antarktis
Patriot Hills — Hercules Inlet — Südpol
Auf der Astrolandkarte ist die Route mit der leuchtend grünen
Linie eingezeichnet. Bei den Angaben der Ortschaften beschränkte
ich mich auf die Städte und Länder, die im Text erwähnt
sind.

Erläuterungen zur Astro-Carto-Graphie
Schwarz = Astrologische Deutungen (Erklärung zu den astrologischen
Abkürzungen siehe ganz am Ende)
Blau = Erlebnisse
oder Zitate von Evelyne Binsack aus ihrem Buch „Expedition
Antarctica“, erhältlich im Wörterseh-Verlag
sowie meine Erläuterungen zu ihrer Reise
Evelyne Binsack suchte sich (ohne von Astro-Carto-Graphie etwas
zu wissen) eine Route aus, die vielerorts die Venus-Linie tangiert.
Der Planet Venus steht in ihrem Horoskop im 9. Haus in Krebs.
Die Venus-Linie begünstigt Reisen. Diese Gebiete sind gekennzeichnet
durch Liebenswürdigkeit und Wohlwollen. Man wird geliebt
und gut aufgenommen. Gerne wendet man sich Genussfreuden zu. Dabei
kommt die Verbundenheit zur Natur besonders zu tragen. Die Auseinandersetzung
gilt dem persönlichen Wertempfinden.
In ihrem Horoskop steht die Venus allerdings in Quadratur mit
dem Saturn (in Widder, 6. Haus). Das bedeutet, dass Genuss gleichzeitig
mit harter Arbeit verbunden ist.
Ihre Venus herrscht über das Sonnenzeichen Stier im 8. Haus.
Dies bringt eine Faszination für Gegenden, die unberührt
und brach liegen oder für Orte, die der Zerstörung nahe
sind.
Evelyne Binsack war auf ihrer Reise zur
Antarktis oftmals allein mit ihren Zweifeln. Vielerorts kam sie
mit Armut, Schmutz, Elend und harten Witterungsbedingungen in
Kontakt. Manchmal hatte sie gar das Gefühl, als Freiwild
auf den Strassen Südamerikas ausgesetzt zu sein. Doch immer
wieder überwog ihre Sichtweise zur Schönheit der Natur.
Ihre Augen ergötzten sich an der Farben und Formenpracht
der Mutter Erde. In ihrem Buch fühlt man die Liebe zu den
Momenten, in denen die Ruhe und Stille zu ihrem Seelenpartner
wurde.
Verstärkt spürt man in Evelyne Binsacks Aussagen auch
die Kraft ihrer Sonne im Stier/8. Haus, die Energie ihres Mondes
in Jungfrau/11. Haus sowie ihr 12. Haus in Jungfrau mit der Pluto-Uranus-Konjunktion.
Philosophische Gedanken gesellen sich hinzu = Jupiter in Krebs/10.
Haus im Trigon zu Chiron in Fische/ 6. Haus.
Hier einige Zitate aus ihrem Buch:
Über ihre Beziehung zu den Bergen:
„Am Berg bin ich zu Hause. Seine Wände sind meine Herberge.
Verbunden mit der Erde, bin ich ein Teil davon. Das ist ein unbeschreibliches
Glücksgefühl, für das ich tief dankbar bin.“
„Einsam sein – allein sein.
Ich bin es gerne und suche es sogar: Allein mit mir, meinen Gedanken
und der Natur, die mir manchmal etwas freundlicher, manchmal etwas
feindlicher entgegentritt, komme ich mir Schritt für Schritt
näher. Einsamkeit ist etwas anderes. Aber manchmal bin ich
sogar gerne einsam. Nicht im Sinne der Vereinsamung – des
trostlosen Gefühls, verloren und vergessen worden zu sein
-, sondern so einsam, dass ich mich in der Natur behaupten muss
und mit ihr eins werden kann.“
Ihre Haltung zur Atacama im Norden von
Chile, der trockensten Wüste der Erde im Regenschatten der
Anden: „Bei aller Unwirtlichkeit der Atacama sind wir doch
Freunde geworden. Mir wurde bewusst, wie gut mir diese Wüste
gesinnt war. In manchen Augenblicken hätte ich ihr mein Herz
schenken können. Es sind jene mystischen Augenblicke, in
denen sich alles rundum so unbeschreiblich prächtig präsentiert,
dass man tief im Herzen eine allumfassende Liebe spürt. Es
sind jene Augenblicke, in denen man wie angewurzelt stehen bleibt
und fasziniert die Zeit anhalten möchte. In diesen Augenblicken,
die keinen Raum für gestern und morgen übrig lassen,
spürte ich mich als Teil eines Ganzen, wie ich es zuvor nur
in den Bergen erfahren hatte und wie ich es bisher allein auf
einem Gipfel zu finden glaubte. Ein Indio in Peru hatte mir gesagt:
„Wenn du die Natur liebst, dann liebst du Gott.“ Die
Atacama musste auch ein Herz für mich haben.“
„Je weiter ich in den tiefen Süden
vorstiess, lebte ich im Rhythmus der zeitlosen Ruhe und auch der
augenblicklichen Wachsamkeit, mit der Tiere auf Gefahr reagieren.
Ich lebte wild, und die Wildnis respektierte mich, weil ich sie
respektierte. Ich wurde zum Tier, das lesen kann. Das blieb der
Unterschied. An den Strassenrändern standen da und dort Tafeln
mit dringenden Warnungen. „Privates Territorium. Betreten
bei höchsten Strafen verboten.“ Wäre ich tatsächlich
ein Tier, hätte mich das weder berührt noch betroffen.“
„Die Natur auf unserem geschrumpften
Planeten zeigt weiterhin langmütig die unüberwindbare
Kraft ihrer strengen Gesetze.“
„So sind wir Teil der Natur, aber
die Natur ist auch ein Teil von uns. Sie mag uns mächtig
übersteigen, aber wir tragen sie auch ganz tief in uns, in
unseren Zellsäften und im Empfinden, und kommen niemals ohne
sie aus.“
Die Venus-Linie kennzeichnet Gebiete, welche Kontakte fördern.
An diesen Orten fällt es leicht, sowohl private als auch
geschäftliche Beziehungen zu knüpfen. So hatte Evelyne
Binsack immer wieder Begegnungen mit Menschen.
Evelyne Binsacks Reise tangiert erstmals die Venuslinie bei der
Grenze zwischen Frankreich und Spanien. Hier steht die Venus am
MC. Venus am MC begünstigst berufliche Ziele. Das Höchstmass
aller Dinge wird jedoch durch die Saturn-Linie, welche am DC steht,
gebremst. Über Beziehungen können Hemmungen und Blockaden
auftreten und auffordern, die persönlichen Wertvorstellungen
und Ziele zu überdenken. Allein auf sich gestellt, können
Gefühle der Einsamkeit begleiten. Die Trennung zwischen den
Liebsten und der Heimat könnte stark ins Bewusstsein treten.
Eventuell heisst es Abschied von jemandem nehmen. Die Beschäftigung
mit der Liebe, mit Beziehungen sowie mit dem Körper und seinen
Grenzen stehen in dieser Region im Vordergrund.
…und so sah ihr Erlebnis an der Grenze zwischen Frankreich
und Spanien aus:
Oktober 2006: „Bald nach der Grenze
in Spanien wurde ich krank. Eine Grippe oder so was. Mitten auf
der Fahrt erwischte sie mich.“ Ein schweres Gewitter mit
Hagel nässte sie bis auf die Knochen. Evelyne Binsack fand
bei einer Bushaltestelle Unterstand, alles war menschenleer, bis
nach einer Weile ein alter Mann sich neben sie setzte. Er gab
ihr den Tip in ein Gästehaus zu gehen, dass soeben eröffnet
wurde. Evelyne Binsack war der erste Gast in diesem Hotel und
bekam das beste Zimmer. Sie wurde verwöhnt wie eine Prinzessin.
In dieser märchenhaften Stimmung spürte Evelyne Binsack
wieder, dass sie begleitet wird.
Bei Salt Lake City (USA) steht die Venus am Aszendenten. Hier
ist man im Besitze einer liebenswürdigen, warmherzigen Ausstrahlung.
Man ist geprägt von Natürlichkeit und Schönheit.
Genuss und Harmonie stehen im Vordergrund. Es fällt leicht,
Beziehungen zu knüpfen. Wiederum erhalten persönliche
Werte und das Empfinden zur Natur vermehrte Beachtung.
Zitate:
„Salt Lake City erschien mir –
nach Bern und Luzern selbstverständlich – als eine
der schönsten Städte der Welt.“
„Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten,
in dem ich Ende der Neunzigerjahre meine Ausbildung zum Commercial
Helicopter Pilot genossen hatte, fühlte ich mich noch immer
zu Hause. Natur pur, so weit das Auge reicht.“
Weitere Zitate aus Evelyne Binsack’s Buch, die zeigen,
dass Evelyne Binsack nicht allein auf ihrer grossen Reise war.
Überall hatte sie Kontakte mit Freunden und Menschen, die
sie einen Teil ihres Weges begleiteten.
„Kurz vor Loreto, der einzigen Stadt
weit und breit im südlichen Baja California, traf ich Jörg
und Andrea, ein deutsches Tourenbiker-Paar, die einen ähnlichen
Weg wie ich in den tiefsten Süden Südamerikas vor sich
hatten.“
„Für mich flog Sandro ein, um
an meinen Erlebnissen Anteil zu nehmen. Er begleitete mich mit
dem Auto durch die mexikanischen Staaten Mexico City, Puebla,
Oaxaca und Chiapas bis San Cristobal de las Casas, nahm mir in
der schwersten Hitze das Gepäck ab – und gab mir Begleitschutz
vor der Zudringlichkeit so mancher mexikanischer Männer.“
„Oft waren es Indios, die meiner
Erkenntnis kleine Glanzlichter aufzustecken vermochten. Sie, die
einem oft grusslos begegnen und achtlos ihres Weges gehen, lassen
uns gleichzeitig eine Fremdheit und eine tiefere Verwandtschaft
spüren. Sie leben so nah zur Natur wie wohl auch wir in vergangenen
Zeiten.“
Hier ein Abschnitt aus ihrem Buch über die „venusische“
Eigenschaft von Ruhe und Gelassenheit, die sie tiefer im Süden
von Chiapas wahrnahm:
„Mit einer Selbstverständlichkeit
warteten immer wieder Leute an Bushaltestellen. Sie warteten wie
Katzen vor einem Mausloch, mit geduldiger Zuversicht. Egal, wie
lange sie warteten, irgendeinmal erscheint die Maus. Vielleicht
eine grosse, vielleicht eine kleine. Irgendeinmal kommt der Bus.
Ob das nächste Dorf einen Kilometer, zehn oder hundert Kilometer
entfernt liegt? Spielt das eine Rolle? Wir warten. Einmal wird
ein Bus hinfahren.
Ich nahm mir die Haltung immer wieder zum
Vorbild. Aber dem Vorbild nachleben konnte ich kaum. Nur hie und
da fühlte ich mich auf dem richtigen Weg. Der Kilometerzähler
fehlte mir nicht mehr.“
Wie bereits erwähnt, gab es auf ihrer Reise viele Kontakte.
So auch diese spezielle Begegnung:
„Südlich von Neuquén
beginnt Patagonien – und eine andere Welt. – Serpentinen
- Ich traute meinen Augen nicht. War da wirklich noch so ein Verrückter
wie ich unterwegs rundum mit Taschen behängt? Einer, der
sich ebenfalls über diese 80 km lange Schotterstrasse von
San Martin de los Andes nach Villa La Angostura südwärts
quälte? Das konnte nur Thomas sein, ein deutscher Medizinstudent
und ehemaliger Radrennfahrer, der sich seinen panamerikanischen
Albtraum erfüllte. Ich wusste von ihm, und er wusste von
mir, und nun führte uns der Zufall im Niemandsland von Patagonien
zusammen. Wir umarmten einander wie alte Freunde und teilten unser
Leiden für die nächsten Kilometer.“
Oftmals wird die Venus mit äusserem Besitz gleichgesetzt,
doch diese Aussage zeigt, dass die inneren Werte ebenso ihren
Platz haben:
„Als ich weiterfuhr, blieben meine
Gedanken an Begegnungen, Freundschaften und Abschieden hängen.
Ich begann zu verstehen, dass wir niemals besitzen, sondern alle
nur Passagiere im Zug der Zeit sind.“
Andere Konstellationen auf der Astrolandkarte von Evelyne Binsack
In der Schweiz steht Mars am Aszendenten. Der Planet Mars steht
für einen Start, einen Neubeginn. Das bedeutet: Mutig vorwärts
schreiten, Pioniertaten wagen und Führung übernehmen.
In dieser Umgebung steht viel Energie zur Verfügung, um Dinge
anzupacken. Viel Spontaneität ist vorhanden. Die Lust am
Ausprobieren von neuen Projekten ist gesteigert. Mars am AC bringt
allerdings auch eine gewisse Unruhe mit sich. Verstärkte
Konfliktbereitschaft ist eine Begleiterscheinung, wenn die zur
Verfügung stehende Kraft keinen Kanal findet. Ausserdem kann
Mars Unfallgefahren bringen.
Evelyne Binsack begann ihre Reise in der
Schweiz auf dem Grimsel. Diese Reise beginnt mit einem Sturz auf
dem Fahrrad.
Ihr Mars steht in Opposition zu ihrer Lilith in Widder am Deszendenten.
Die Lilith am Deszendenten hat eine herausfordernde Wirkung auf
Männer. Dies kann zu einem Konkurrenzverhalten mit Männern
führen oder so wie sie es tut „sich mit Männern
in Unternehmungen gleichzustellen.“
Eindrücke auf ihrem Weg von der Schweiz bis Portugal:
Viele Zweifel befallen Evelyne Binsack
auf ihrer Strecke vom Grimsel/Schweiz bis Portugal. 484 Tage Ungewissheit
/ 25 000 Kilometer Ungewissheit lagen vor ihr. Sie schreibt sogar,
dass sie diese Teilstrecke gerne verdrängt hätte. Es
war Herbst. Sie kämpfte gegen Kälte, Nässe und
Gegenwind. Gerne hätte sie sich abends mit etwas Duft von
Seife und einer warmer Dusche verwöhnt. Doch die Campingplätze
waren meist schon geschlossen, sodass sie sich oftmals in die
Büsche schlug. Daneben Lastwagen, Lärm und Abgase durch
die langen, geraden Strassen von Frankreich.
In der Nähe von Porto steht Chiron am DC. In dieser Gegend
können Zweifel, Verunsicherungen und Missverständnisse
Beziehungen trüben. Eventuell brechen alte Wunden auf oder
Verletzungen über Partnerschaften treten in den Vordergrund.
Eine gewisse Hilflosigkeit kann spürbar sein. Möglich
ist auch, dass man in diesem Gebiet zum Lehrer oder Ratgeber wird
oder selber einen Berater aufsucht.
Was Evelyne Binsack erlebte, lesen Sie hier:
„Porto, die wunderbare Stadt im Norden
Portugals… Ich hatte wenig Sinn für die Felsenkeller
unten am Wasser, wo der Portwein in Eichenfässern für
die Verschiffung in alle Welt heranreift. Im Grunde wollte ich
bloss weg von Porto, weg von Europa, Richtung Westen, Richtung
neue Welt. Aber die europäischen Plagen wollten noch nicht
von mir lassen. Tief liegende, schwere Wolken und Regengüsse
raubten mir den Sinn für die Lebendigkeit dieser Stadt, die
mit dem Charme ihres Zerfalls spielt.“
Evelyne Binsack lag in einem Tief: Das
Wetter mit Niederschlägen und Stürmen gab ihr den Rest.
Dazu kam, dass ein Freund, der für ihr Projekt Antarctica
zuständig war, sich wegen Missverständnissen zurückzog.
So musste Evelyne Binsack zurück in die Schweiz, um das Backoffice
zur Verwaltung sowie zur Betreuung der Sponsoren und der Medien
neu aufzubauen. Obwohl sie sich in der Schweiz nicht der Presse
stellen wollte, wurde sie bedrängt von den Medien.
Zitat aus ihrem Buch:
„Böse Zungen behaupteten gar:
Die Everest-Besteigerin hat schlappgemacht bei Wind und Wetter
in Europa. Was hat die am Südpol verloren? Mit mildem Lächeln
redete man mir zu: „Liebe Evelyne, überschätze
dich nicht. Bleib lieber zu Hause, das ist besser für dich.“
Aber ich dachte nicht daran, aufzugeben. Jeder Zweifel an meiner
Entschlossenheit spornte mich erst recht zum Weitermachen an.“
Bei dieser letzten Aussage macht sich die Saturn-Stellung in
Widder bemerkbar => Widerstände spornen zu Glanzleistungen
an!
Östlich von La Paz, im Staate Mexiko, durchkreuzt die Uranus-Linie
den IC. Darüber hinaus macht in Evelyne Binsacks Horoskop
Uranus eine Konjunktion mit Pluto. So geht die Pluto-IC-Linie
direkt in Mazatlàn (Mexiko) durch. Dies kann ungewöhnliche,
aufwühlende Ereignisse bringen. Hier fühlt man sich
wenig zuhause. Plötzliche Geschehnisse können dazu führen,
dass ein Aufenthalt überraschend endet oder nur eine kurze
Zeit dauert. Womöglich ist man in dieser Gegend ganz allein
auf sich gestellt. Eventuell braucht es viel Improvisation, um
eine Unterkunft zu finden. Ein schnelles Anpassen an veränderte
Bedingungen ist gefragt! Aufrüttelnde Erlebnisse führen
dazu, dass die Pläne neu überdacht werden müssen.
Tief sitzende Ängste können ins Bewusstsein treten.
Faszination neben Abstossung machen diese Umgebung zu einer unvergesslichen
Erfahrung.
Hier einzelne Aussagen von Evelyne Binsack aus diesem Erdteil:
- „An der Grenze zu Mexiko stossen
zwei Welten wie Schwarz und Weiss aneinander. Englisch und Spanisch,
Dollars und Pesos, die Welt der Efficiency und die Welt des
Mañana.“
- „Die Vorsicht wurde meine ständige
Begleiterin.“
- „Nie nannte ich mein Ziel mit
Namen, und nach einer Nacht in einem Dorf brach ich zuerst in
die Gegenrichtung auf, und erst, wenn ich alle möglichen
Verfolger abgeschüttelt glaubte, schwenkte ich auf Nebenwegen
wieder auf die geplante Route ein.“
- „Ich wurde Beute. Weisses, blondes
Freiwild, dem Mann gnadenlos nachstellen durfte.“
- „Ein Elektroschocker, der Angreifer
in eine längere Bewusstlosigkeit schickt, gab mir die Selbstsicherheit,
meine einsame Spur von Norden nach Süden weiterzuziehen.“
=> (Elektroschocker = Pluto/Uranus)
- „Aber auch die Hunde machten mir
zu schaffen, kaum war ich in Mexiko.“
An der Grenze von Mexiko zu Guatemala und El Salvador steht Saturn
an MC. Hier geht es um Arbeit und Konfrontation mit der harten
Realität. Missliche, karge Umstände können die
Gegend bestimmen. Hier ist kein Ort zum Ferien machen, sondern
um ehrgeizig an einer Aufgabe zu arbeiten. Berufliche Belastungen
und grosse Verantwortung können den Alltag erschweren. Man
wird herausgefordert, seine Ziele zu überdenken. Die Auseinandersetzung
mit den persönlichen Grenzen sowie mit existenziellen Mitteln
wie dem Geld kann im Vordergrund stehen.
…und so sahen Evelyne Binsack’s Erlebnisse auf ihrer
Reise durch diese Länder aus:
„Das Gefühl, als Freiwild eine
begrenzte Zukunft zu haben, sollte ich bis Chile nicht mehr loswerden.
In Mexiko trachteten manche Männer nach Sex, in den weiter
südlich folgenden Staaten nach Geld und meinen Habseligkeiten,
Guatemala, El Salvador, Honduras und Nicaragua sind bekannt für
ihre organisierten bewaffneten Banditenbanden. Man wird dort kaum
wirklich belästigt, aber eine Kugel genügt, um ein Leben
auszulöschen. Unvorbereitet, von einer Sekunde auf die andere,
ohne Ausweichplan, wenn Gefahr aufzieht.“
„In Guatemala ist die Strasse so
schmal, dass für ein Fahrrad kein Raum bleibt, wenn sich
zwei Lastwagen kreuzen. Entweder, man springt in den Strassengraben
in Sicherheit, oder man schlägt sich über Umwege durch.
Der Gestank und der Anblick der Tierkadaver,
mit denen ich den Strassengraben hie und da ungewollt teilte,
weckten nachhaltigen Ekel. Fliegen und Maden krochen aus Ohren,
Nasen und Schnauzen von Kühen, Eseln, Schafen, Katzen, Ziegen,
Hunden und Hühnern. Bloss Schweine scheinen schlau genug,
sich nicht so oft überfahren zu lassen. Die Körper blähten
sich auf in der Hitze, Ungeziefer nagte am faulenden Fleisch,
bis auf die Knochen, und der Verwesungsgeruch vermischte sich
mit den schwarzen Wolken der Dieselabgase. Den Geruch wird man
kaum mehr los, er frisst sich in den Geweben fest, geht auch bei
gründlicher Wäsche nicht mehr raus und bleibt tagelang
in der Nase hängen. Irgendwo schmiss ich einen ganzen Sack
Kleider weg, weil ich diesen Geruch nicht mehr ertrug. Wenn ich
heute ein Foto anschaue, auf dem ich mit den Kleidern von damals
drauf bin, sticht mich der Ekel in der Nase gleich wieder.“
„Fahrradfahren auf der Panamericana
ist die nackte, ungeschönte Wirklichkeit der Begegnung mit
der eigenen Verletzlichkeit. Mit Hunger, Durst und Müdigkeit,
mit der ganzen Ungewissheit und mit allen Zweifeln, die einen
auf einer Reise begleiten. Wenn nichts mehr ausser Einöde
und Staub vorausliegen, wenn der letzte Schluck Wasser getrunken
ist, das letzte Haferflöcklein gegessen, dann bleibt kein
Raum für Träume von Abenteuern. Wo es möglich war,
umfuhr ich die Panamericana. In der Reihe der mittelamerikanischen
Kleinstaaten südlich von Mexiko gab es oft kaum eine andere
Wahl als die Albtraumstrasse.“
Doch auch in dieser Umgebung wirkt die Venus. Auf ca. 2°
N tangiert die Venus-AC-Linie die Saturn MC-Linie. (Solche Knotenpunkte
haben Wirkung auf den ganzen Längs- und Breitengrad). Dies
begünstigt berufliche Beziehungen bei gleichzeitiger Bereitschaft,
hart für seine Ziele zu arbeiten.
In diesen Gedanken allein bat sie in Guatemala
Jaime Viñals, den sie am Mont Everest kennen lernte, um
Rat. Jaime Viñals verfügt über einen hohen Bekanntheitsgrad
und organisierte daraufhin für Evelyne Binsack einen Begleitschutz.
Gleich nach der Grenze zu Mexiko wurde sie durch die nächsten
drei Staaten Guatemala, El Salvador, Honduras auf Händen
getragen und mit schweren Waffen gegen alle potenziellen Feinde
beschützt.
Direkt durch die Staaten Honduras, Nicaragua und Costa Rica laufen
die Linien von Lilith am MC und Mars am IC durch. Dies bringt
die Berührung mit instinktiven und machtvollen Kräften
mit sich. Es kann bedeuten, dass man als Frau Macht erhält,
sich Gehör verschafft und die Führung übernimmt.
Allerdings kann es auch heissen „Als Frau ganz auf sich
gestellt zu sein!“ oder „Sich als Frau nicht unterkriegen
zu lassen!“ Herausforderungen können über Männer
oder rebellisch, starke Frauen herangetragen werden. (Unseres
Wissen übernahm Evelyne Binsack die Rolle der rebellisch,
starken Frau auf ihrer abenteuerlichen Reise selbst!)
Der Mars am IC spornt an, tatkräftig im Land tätig
zu sein. Es gibt einiges zu Tun! Doch auch eine gewisse Unruhe
ist spürbar.
Zusätzlich durchkreuzt (auf ca. 35° nördlichem
Breitengrad) die Jupiter-AC-Linie die Mars-Lilith-Konstellation.
Dies gibt eine optimistische Grundhaltung und eine grosse Überzeugungskraft.
Man strahlt Vertrauen und Zuversicht aus und erntet dadurch Offenheit
in Begegnungen.
Ab Nicaragua war sie wieder allein auf
sich gestellt, weil Jaime Viñals’ guter Geist nicht
bis Nicaragua reichte. Bei 40° im Schatten fuhr Evelyne Binsack
mit dem Velo wegen eines Auftrags, den sie in der Schweiz angenommen
hatte, nach León in Nicaragua. In León amtierte
sie als Botschafterin für das SOS-Kinderdorf. Hier wurde
Sie herzlich empfangen und gefeiert.
Bei León/Nicaragua geht die Opposition von Mars-Lilith
durch, welche ebenfalls die Schweiz durchkreuzt.
In der Hauptstadt San José in Costa
Rica wurde Evelyne Binsack von der nationalen Presse wie eine
Heldin gefeiert. Unbekannte riefen ihr „Hola Suiza“
zu und feuerten sie zu energischerem Treten (Mars-Jupiter) an
oder schenkten ihr Glücksbringer (Jupiter).
In der Antarktis kommen (wie bei anderen Menschen) viele Linien
zusammen. Deshalb ist der Mensch in dieser Gegend vielen Energien
ausgesetzt.
Auch entlang der Antarktis laufen die Bögen der Lilith-
und Mars-Linien durch. Eine grosse Herausforderung, in der Evelyne
Binsack, nebst den vielen anderen Energien, wiederum mit ihrer
urweiblichen Kraft in Berührung kam. Die Auseinandersetzung
mit der weiblichen Seite, der instinktiven Kraft der Gefühle,
dem Einssein mit dem Werden und Vergehen der Natur sowie der männlichen
Seite wie Durchsetzung, Wille und Führungskraft dürfte
nochmals ins Bewusstsein getreten sein. Da jedoch Evelyne Binsack
in der Schweiz mit Geburtsort Luzern sowohl Mars am AC als auch
Lilith am DC im Horoskop hat, war sie mit diesen Kräften
bestens vertraut.
Den letzten Teil ihrer Reise zum Mittelpunkt
der Erde machte Evelyne Binsack zusammen mit vier Männern,
welche ebenfalls seit einem halben Jahr eine gemeinsame Expedition
planten. Sich diesen vier Männern anzuschliessen, entschied
sie erst in Punta Arenas (dem südlichsten Teil von Südamerika),
da der Flug von Punta Arenas hinüber auf das antarktische
Festland für eine einzelne Person zu teuer war. Der Entscheid
ihre Reise mit den vier Abenteurern zusammen zu beenden, zeigte
sich nachträglich als äusserst hilfreich.
In der Antarktis ist es schwierig, die einzelnen Linien der Astro-Carto-Grafie
auseinander zu halten. Um ein Gefühl zu bekommen, welche
Kräfte Evelyne Binsack im letzten Teil ihrer Expedition mobilisieren
musste, habe ich einzelne Zitate aus ihrem Buch zusammengefasst.
In diesen Aussagen spürt man oftmals ihre Sonne im Stier/8.
Haus.
- „Heute glaube ich, dass diese
Bereitschaft, für ein Ziel zu sterben, mit ein Grund ist,
dass ich die letzten Kraftreserven zu mobilisieren vermochte.“
- „Nun ist der Tod mein Freund.
Mein Kumpel, mein ständiger Begleiter. So viele meiner
Freunde blieben am Berg. Warum, weiss ich auch nicht. Manche
andere haben sich das Leben genommen. Der Tod ist mir vertraut
wie die Liebe einem alten, glücklichen Ehepaar.“
- An Weihnachten, 24. Dezember 2007, hatte
sie Gelegenheit mit ihrer Schwester in der Schweiz zu telefonieren.
Evelyne Binsack kämpfte mit
Tränen und sprach ganz knapp: „Er“ ist nah.
Meine Schwester reagiert unerschrocken und sagt, das wisse sie
bereits. – Wenn ich nun verrate, dass meine Vorfahren
mütterlicherseits vor vielen Generationen Zigeuner waren,
brauche ich die Fähigkeit meiner Schwester nicht weiter
zu erklären. Sie sagt, ich werde mein Ziel erreichen.„
- „Auf meinen Körper kann ich
nicht mehr zählen. Nur noch auf Vertrauen. In die Kraft
der Ehe, die ich mit meiner Entschlossenheit eingegangen bin,
und in die Kräfte, die ich teile mit der Natur um mich
herum.“
- „Abends um halb sechs (21.30 Uhr
UTC) kommen wir an. Endlich macht sich die ersehnte Erleichterung
breit. Freude vermischt sich mit Traurigkeit, ein kaum beschreibbares
Gefühl, denn wo ein Ziel erreicht ist, ist ein Traum verloren
gegangen.“
- „Seit Scotts und Amundsens Zeiten
vor fast 100 Jahren haben keine 60 Personen von der Küste
her „unsupported and unassisted“ den Südpol
erreicht. Keiner meiner Landsleute hat das bisher zu Fuss geschafft,
und niemand auf dieser Erde hat den Weg mit dem Fahrrad zu Hause
begonnen. Aber anderes zählt. - Der Reiz des Abenteuers
liegt im Erleben. Im Freuen und Geniessen, aber auch im Kämpfen,
Hoffen und Bangen, im Zweifeln und Leiden. Es ist der Weg, der
den Abenteurer erhebt, erniedrigt und formt. So ist man Schüler
und wird geprüft von der grössten Schule der Welt,
der Natur.
Astrologische Abkürzungen und Bezeichnungen zu den
Achsen-Punkten
AC = Aszendent = ICH-Punkt: Auf andere zugehen. Pioniertaten.
Etwas in Bewegung bringen
DC = Deszendent = DU-Punkt : Partnerschaft/Beziehungen
IC = Imum Coeli = tiefster Punkt im Horoskop: Geborgenheit, Heimat,
Verwurzelung.
MC = Medium Coeli = höchster Punkt im Horoskop: Ziel, Berufung,
Karriere, öffentliche Anerkennung
Quellennachweis
Alle Daten laut Angabe von Evelyne Binsack |